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![]() Foto: H.J. Psotta |
Geboren 1973 in Wesel am Niederrhein / Nordrhein-Westfalen; dort Schulausbildung bis zur Fachhochschulreife; Zivildienst in Köln; Umzug nach Berlin. Nach einigen künstlerischen Orientierungsversuchen in Musik, Schauspiel und Malerei sowie Reisen durch Europa und Südamerika findet er in der Begegnung und Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler und Hochschullehrer Prof. Helmut J. Psotta ›sein‹ künstlerisches Medium in der Fotografie. In langen intensiven Arbeitsphasen lernt er die radikalen ästhetischen Konzepte Psottas auf die ›eigene‹ deutsche Geschichte anzuwenden. Von 1999 bis 2007 erarbeiten sie den gemeinsamen Berliner Foto-Essay Autopsie 2000 - Stillstand der Geschichte. Erstmals präsentiert die Fotogalerie Friedrichshain im September 2003 eine Auswahl, eine Berliner Ausstellungstrilogie schließt daran an: Kapitel 1 (Die Werte) in der Galerie im Körnerpark (Berlin-Neukölln, 2005), Kapitel 2 (Das Nichts) in der Galerie M (Berlin-Marzahn, 2006), Intermezzo: Nacht in der Fotogalerie Friedrichshain (2007), Heldengedenken im studio im hochhaus (Berlin-Hohenschönhausen, Oktober 2008); Kapitel 3 (Die Idole) sowie ein Epilog sind in Planung. Zu den sehr unterschiedlichen Ausstellungskonzepten der Trilogie erscheint im Karin Kramer Verlag Berlin jeweils ein begleitender Katalog. Es folgen Veröffentlichungen in Zeitschriften und Zeitungen (u.a. in Freitag) sowie Planungen zu einem abschließenden Buch. Daneben entstehen verschiedene Texte, u.a. eine Geschichte der ehemaligen Berliner Militärfriedhöfe Columbiadamm und Lilienthalstraße (Die beerdigte Nation), deren Veröffentlichung als eigenständige Publikation (gemeinsam mit M. Euskirchen) im Januar 2009 erfolgt. Während eines einjährigen Aufenthalts am Niederrhein 2002 entsteht - diesmal ohne Psotta - das provinzielle Gegenstück zur Berlin-Autopsie: der Foto-Essay Raum ohne Volk. Wieder ist das manipulationslose Beobachten Arbeitsprinzip, wieder werden die Dinge befragt und nicht die Menschen: Kriegerdenkmäler, Friedhöfe und Landschaften verdichten sich in langen Serien zu kritischen Bestandsaufnahmen, deren Thema stets Geschichte und Gegenwart ist. Arndt Beck lebt nach wie vor überwiegend in Berlin. |