Beitrags-Archiv für die Kategorie 'Bilder'

H.J. Psotta: Funeral (Gouache on Paper, Chile 1963)

Donnerstag, 17. April 2014 11:13

Thema: Audios, Bilder, Kunst, Videos | Kommentare (0) | Autor:

Salaspils Memorial – Tell-Tale Heart

Mittwoch, 16. April 2014 15:30

Thema: Audios, Bilder, Ekskursionistika, Kunst, Musik, Videos | Kommentare (0) | Autor:

18.-20. Oktober: “Parallele Erinnerung” auf den Magus Tagen Münster

Dienstag, 8. Oktober 2013 22:21

Magus Tage Münster

Vom 16. bis zum 20. Oktober finden die Magus Tage in Münster statt, die (im weitesten Sinne) den ebenda gestorbenen Königsberger Philosophen Johann Georg Hamann zum Thema haben. Vom 18. bis zum 20. Oktober ist während der Veranstaltungen im Theater Münster (bzw. dessen Theatertreff) unter dem bewährten Titel “Parallele Erinnerung” eine kleine (von mir kuratierte) Auswahl von Königsberg/Kaliningrad-Fotos aus der Sammlung von Max Popov zu sehen. Sein Buch ist dort auch zu kaufen und ich werde ebenfalls die meiste Zeit vor Ort sein.

Thema: Bilder, Kaliningrad ohne Heimweh, Kunst, Veranstaltungen | Kommentare (0) | Autor:

Noch bis zum 7. Juli: Parallele Erinnerung

Sonntag, 19. Mai 2013 15:13

Natürlich kann Königsberg nicht wieder erstehen. Es ist das Schicksal der Stadt, dass heute (historische) Fotos die im Wortsinne anschaulichsten Zeugen ihrer deutschen Geschichte sind. Indem ein junger Kaliningrader wie Max Popov Fotografien Königsbergs zusammenträgt und in die Öffentlichkeit bringt, leistet er seinen Beitrag zu einer Bewahrung und zur Aneignung dieser Geschichte. Doch die Sammlung Max Popovs vermag noch mehr: Er fügt in ihr die Bilder Königsbergs und Kaliningrads zu einem Ganzen zusammen.

Ulrike Schmiegelt im Eröffnungsvortrag der Ausstellung [hier der gesamte Text als pdf]

Noch bis zum 7. Juli besteht die Gelegenheit, die eindrucksvolle Fotosammlung von Max Popov (Kaliningrad) im Berliner studio im hochhaus anzuschauen. Hier einige Fotos von der Ausstellung (und der Eröffnung):

Parallele Erinnerung - Foto: Arndt Beck

Max Popov konnte bei der Eröffnung leider nicht anwesend sein. Wir hoffen aber, daß sein Besuch zur Vorführung des Films “Königsberg is dead” (in Anwesenheit des Regisseurs Max Zeitler) am 14. Juni nachgeholt werden kann. Dazu in Kürze mehr. Und hier noch ein Artikel zur Ausstellung aus der Berliner Woche.

Vielen Dank an Ulrike Schmiegelt für den Text und an Uwe Seibt für die Fotos!

Thema: Bilder, Bücher, Kaliningrad ohne Heimweh, Kunst, Texte / Zitate, Veranstaltungen | Kommentare (0) | Autor:

Il Palindromo numero 9

Dienstag, 30. April 2013 17:23

Tre anni circa dopo il suo ingresso, Antonio notò un fatto sorprendente. Quando casualmente levava le mani contro il sole, o anche contro una lampada forte, la luce le attraversava come se fossero di cera; poco dopo, osservò che si svegliava più presto dell’usato al mattino, e si accorse che ciò avveniva perché anche le palpebre erano più trasparenti; anzi, entro pochi giorni divennero trasparenti in misura tale che Antonio distingueva i contorni degli oggetti anche ad occhi chiusi.

aus: Arndt Beck - Kaliningrad ohne Heimweh

Klingt das nicht toll? Auf deutsch hört sich das so an:

“Ungefähr drei Jahre nach seiner Ankunft im Park fiel Antonio etwas Merkwürdiges auf. Wenn er zufällig seine Hände vor die Sonne oder vor eine helle Lampe hielt, dann fiel das Licht durch sie hindurch wie durch Wachs; wenig später bemerkte er, daß er am Morgen früher als gewöhnlich aufwachte, und er stellte fest, daß das geschah, weil auch seine Lider durchsichtiger geworden waren; ja, innerhalb weniger Tage wurden sie so durchsichtig, daß Antonio auch mit geschlossenen Augen die Umrisse der Gegenstände rings um sich erkennen konnte.”

Und weiter:

 

Im ersten Moment maß er der Sache keine Bedeutung bei, aber gegen Ende Mai bemerkte er, daß die ganze Hirnschale durchsichtig zu werden begann. Das war ein komisches und beunruhigendes Gefühl: als ob sein Gesichtsfeld sich immer mehr erweiterte, nicht nur nach den beiden Seiten hin, sondern auch nach oben, unten und nach hinten. Mittlerweile nahm er das Licht wahr, gleich aus welcher Richtung es kam, und bald war er in der Lage zu beobachten, was hinter seinem Rücken vorging. Als er Mitte Juni feststellte, daß er den Stuhl sehen konnte, auf dem er saß, und das Gras unter seinen Füßen, da wurde Antonio klar, daß seine Stunde gekommen war, daß die Erinnerung an ihn verblaßt und seine Zeugenschaft beendet war. Er empfand Trauer darüber, aber weder Schrecken noch Angst. Er verabschiedete sich von James und von seinen neuen Freunden und setzte sich unter eine Eiche, um abzuwarten, daß sein Fleisch und sein Geist sich in Wind und Licht auflösten.

Primo Levi, Nel Parco, in Vizio di Forma [in Tutti i Racconti, Einaudi 2005, pp. 296-297], deutsch: Im Park, in: derselbe, Der Freund des Menschen, München 1995, S. 213f.

Gemeinsam mit Primo Levis Text hat die italienische Online-Zeitschrift Il Palindromo eine kleine Auswahl meiner Friedhofsbilder aus dem Fotoessay Kaliningrad ohne Heimweh veröffentlicht. Neben Levis Text ist den Bildern eine Widmung vorangestellt:

Gewidmet den Opfern von Faschismus und Krieg
(nach dem 8. Streichquartett von Dimitri Schostakowitsch)

Dazu hatte ich vor einiger Zeit einen kleinen Fotofilm gemacht (leider ist die Qualität bei Youtube unter aller Sau. Vielleicht verrät mir mal jemand, wie man soetwas verlustfreier hochlädt):

Aber jetzt erstmal italienisch lernen und Il Palindromo lesen und schauen [hier als pdf]:

Vielen Dank an Flora!

Thema: Bilder, Kaliningrad ohne Heimweh, Kunst, Musik, Videos | Kommentare (0) | Autor:

Arthur Lourié: Forms in the Air (1915)

Montag, 29. April 2013 1:03

Arthur Lourié (1892-1966) was an important musical figure in post-1917 Russia and a composer of decidedly avant-garde music. In the wake of the October Revolution, Lourié was appointed chair of the Music division of Soviet Education Ministry, which was established to cultivate a new and revolutionary music suitable for the Soviet citizen. During the 1910s, Lourié was viewed as a fanatical advocate of all modern art and some of his early compositions anticipate the musical advances of the West vis-à-vis the Second Viennese School and “Les Six”. His extreme policies eventually clashed with a number of musicians and Soviet bureaucrats, causing him to bitterly resign his post, and in 1921, Lourié followed the footsteps of other Russian émigrés and left Russia for good. He settled in Berlin and then Paris, joining Stravinsky’s circle, but when WWII engulfed Europe, Lourié fled again to America, where he remained in obscurity for the rest of his life. His early works show tangible influences from Scriabin, but the trajectory of his aesthetics is far-reaching: one can find Scriabinesque, Rachmaninovian or Webern-like piano works, orchestral compositions hinting at Prokofiev, and choral music recalling Mussorgsky.

Hexameron

Thema: Audios, Bilder, Kunst, Musik, Videos | Kommentare (0) | Autor:

26. April: Einladung zur Ausstellung “Parallele Erinnerung”

Freitag, 5. April 2013 12:32

Einladung "Parallele Erinnerung"

Parallele Erinnerung

150 Jahre Geschichte von Königsberg und Kaliningrad in Fotografien

Die Sammlung Max Popov (Kaliningrad)

[Einladung als pdf]

Seit etwa 10 Jahren sammelt der Grafikdesigner und Fotograf Max Popov Bilder seiner Heimatstadt Kaliningrad und der Stadt, auf deren Trümmern sie errichtet wurde: Königsberg. Vor einem Jahr veröffentlichte er als vorläufigen Höhepunkt seiner Sammelleidenschaft den ebenso beeindruckenden wie bestürzenden Bildband »Параллельная Память« – Parallele Erinnerung.

Zum ersten Mal wird die Bildgeschichte Königsbergs/Kaliningrads als gemeinsame gedacht, nicht in plumper Vorher-Nachher-Gegenüberstellung, sondern als parallele Erinnerungslinien, die sich (fast) nicht berühren, aber dennoch immer wieder durchdringen.

Geradezu exemplarisch führt Max Popov mit seinem Bildband den »Zivilisationsbruch« (Dan Diner), des 20. Jahrhunderts vor Augen. Königsberg, die Stadt »im Planquadrat des totalen Krieges« und Kaliningrad, »die Stadt nach dem Grauen« (Karl Schlögel) verschmelzen hier zum Symbol der von Deutschland verursachten unwiederbringlichen kulturellen Auslöschung. Doch ebenso sichtbar werden auch die Zerstörungen, die erst in der Sowjetunion geschehen sind.

In Zusammenarbeit mit dem Kurator Arndt Beck zeigt die Kunst- und Literaturwerkstatt studio im hochhaus erstmals in Deutschland eine Ausstellung aus diesem sehr unbekannten und fotografisch hervorragenden Material.

Der Bildband »Параллельная Память« ist in der Ausstellung (und hier) erhältlich.

Eröffnung: 26. April 2013, 19 Uhr (in Anwesenheit von Max Popov)

Es spricht: Dr. Ulrike Schmiegelt, Kunsthistorikerin

Ausstellung vom 28. April bis 7. Juli 2013

Veranstaltung während der Ausstellung:

Freitag, 14. Juni, 19 Uhr, Filmabend
Königsberg is dead, 2004,
Dokumentation, D, F, 73 Min.
Buch und Regie: Max Zeitler & Gilbert Barillé
Anschließendes Gespräch mit Max Zeitler|Regisseur

studio im hochhaus – kunst- und literaturwerkstatt
Zingster Straße 25
13051 Berlin
Telefon | Fax 030-9293821
studioimhochhaus@kultur-in-lichtenberg.de

Kartenansicht

Montag bis Donnerstag 11 bis 19 Uhr
Sonntag 14 bis 18 Uhr
An gesetzlichen Feiertagen ist geschlossen.

S-Bahn S 75 Richtung Wartenberg bis Hohenschönhausen; Tram M4, M5 | Richtung Zingster Str. bis Ahrenshooper Str.; Tram M4, M17| Richtung Falkenberg bis Prerower Platz; Bezirksamt Lichtenberg von Berlin; Abt. Bildung, Kultur, Soziales und Sport; Amt für Weiterbildung und Kultur; Fachbereich Kunst und Kultur; unterstützt wird die Einrichtung von der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH

Thema: Bilder, Bücher, Kaliningrad ohne Heimweh, Kunst, Veranstaltungen | Kommentare (0) | Autor:

Helmut J. Psotta (1937-2012)

Samstag, 2. Februar 2013 20:50

Nicht das Vergnügen, nicht der Ruhm, nicht die Macht: die Freiheit, einzig die Freiheit.

Fernando Pessoa

Helmut J. Psotta (1937-2012)

Am 29. Dezember 2012 ist der Künstler Helmut J. Psotta im Alter von 75 Jahren verstorben.

Seine Ausstellung Radikale Poesie – Frühe Arbeiten 1954 – 1962 (hier einige Fotos), die noch bis zum 17. Februar 2013 im Berliner studio im hochhaus (Website derzeit nicht aktuell) läuft, war eigentlich als “Geschenk” zu seinem Geburtstag gedacht. Nun ist sie sein Requiem.

In junge Welt ist ein Bericht zu Ausstellung und Leben von H.J. Psotta erschienen, wenig später auch ein kurzer Nachruf.

Zu Ehren von Helmut J. Psotta findet am Freitag, den 8. Februar 2013, 19 Uhr, im studio im hochhaus eine Gedenkveranstaltung für ihn statt. Es werden Texte und Briefe von ihm gelesen sowie ein Ausschnitt aus einer Performance gezeigt, die er im Rahmen seiner radikalsten Arbeit, dem Todesbilder-Projekt, am 25. Mai 1990 in der Studiobühne des Maxim-Gorki-Theaters realisierte.

Außerdem wird der nun endlich erschienene Katalog zur Ausstellung vorgestellt. Hier bekommt man einen guten Eindruck davon (leider ist die Darstellung nicht ganz fehlerfrei, häufig ziehen sich Streifen über die Bilder – ich werde versuchen, das zu verbessern):

Der Tod von Helmut J. Psotta ist ein schwer zu beschreibender Verlust. Es bleibt eine Leere, die nie wieder gefüllt werden kann.

Thema: Bilder, Bücher, Kunst, Radikale Poesie, Veranstaltungen | Kommentare (1) | Autor: