Beitrags-Archiv für die Kategorie 'Veranstaltungen'

Noch bis zum 7. Juli: Parallele Erinnerung

Sonntag, 19. Mai 2013 15:13

Natürlich kann Königsberg nicht wieder erstehen. Es ist das Schicksal der Stadt, dass heute (historische) Fotos die im Wortsinne anschaulichsten Zeugen ihrer deutschen Geschichte sind. Indem ein junger Kaliningrader wie Max Popov Fotografien Königsbergs zusammenträgt und in die Öffentlichkeit bringt, leistet er seinen Beitrag zu einer Bewahrung und zur Aneignung dieser Geschichte. Doch die Sammlung Max Popovs vermag noch mehr: Er fügt in ihr die Bilder Königsbergs und Kaliningrads zu einem Ganzen zusammen.

Ulrike Schmiegelt im Eröffnungsvortrag der Ausstellung [hier der gesamte Text als pdf]

Noch bis zum 7. Juli besteht die Gelegenheit, die eindrucksvolle Fotosammlung von Max Popov (Kaliningrad) im Berliner studio im hochhaus anzuschauen. Hier einige Fotos von der Ausstellung (und der Eröffnung):

Parallele Erinnerung - Foto: Arndt Beck

Max Popov konnte bei der Eröffnung leider nicht anwesend sein. Wir hoffen aber, daß sein Besuch zur Vorführung des Films “Königsberg is dead” (in Anwesenheit des Regisseurs Max Zeitler) am 14. Juni nachgeholt werden kann. Dazu in Kürze mehr. Und hier noch ein Artikel zur Ausstellung aus der Berliner Woche.

Vielen Dank an Ulrike Schmiegelt für den Text und an Uwe Seibt für die Fotos!

Thema: Bilder, Bücher, Kaliningrad ohne Heimweh, Kunst, Texte / Zitate, Veranstaltungen | Kommentare (0) | Autor:

26. April: Einladung zur Ausstellung “Parallele Erinnerung”

Freitag, 5. April 2013 12:32

Einladung "Parallele Erinnerung"

Parallele Erinnerung

150 Jahre Geschichte von Königsberg und Kaliningrad in Fotografien

Die Sammlung Max Popov (Kaliningrad)

[Einladung als pdf]

Seit etwa 10 Jahren sammelt der Grafikdesigner und Fotograf Max Popov Bilder seiner Heimatstadt Kaliningrad und der Stadt, auf deren Trümmern sie errichtet wurde: Königsberg. Vor einem Jahr veröffentlichte er als vorläufigen Höhepunkt seiner Sammelleidenschaft den ebenso beeindruckenden wie bestürzenden Bildband »Параллельная Память« – Parallele Erinnerung.

Zum ersten Mal wird die Bildgeschichte Königsbergs/Kaliningrads als gemeinsame gedacht, nicht in plumper Vorher-Nachher-Gegenüberstellung, sondern als parallele Erinnerungslinien, die sich (fast) nicht berühren, aber dennoch immer wieder durchdringen.

Geradezu exemplarisch führt Max Popov mit seinem Bildband den »Zivilisationsbruch« (Dan Diner), des 20. Jahrhunderts vor Augen. Königsberg, die Stadt »im Planquadrat des totalen Krieges« und Kaliningrad, »die Stadt nach dem Grauen« (Karl Schlögel) verschmelzen hier zum Symbol der von Deutschland verursachten unwiederbringlichen kulturellen Auslöschung. Doch ebenso sichtbar werden auch die Zerstörungen, die erst in der Sowjetunion geschehen sind.

In Zusammenarbeit mit dem Kurator Arndt Beck zeigt die Kunst- und Literaturwerkstatt studio im hochhaus erstmals in Deutschland eine Ausstellung aus diesem sehr unbekannten und fotografisch hervorragenden Material.

Der Bildband »Параллельная Память« ist in der Ausstellung (und hier) erhältlich.

Eröffnung: 26. April 2013, 19 Uhr (in Anwesenheit von Max Popov)

Es spricht: Dr. Ulrike Schmiegelt, Kunsthistorikerin

Ausstellung vom 28. April bis 7. Juli 2013

Veranstaltung während der Ausstellung:

Freitag, 14. Juni, 19 Uhr, Filmabend
Königsberg is dead, 2004,
Dokumentation, D, F, 73 Min.
Buch und Regie: Max Zeitler & Gilbert Barillé
Anschließendes Gespräch mit Max Zeitler|Regisseur

studio im hochhaus – kunst- und literaturwerkstatt
Zingster Straße 25
13051 Berlin
Telefon | Fax 030-9293821
studioimhochhaus@kultur-in-lichtenberg.de

Kartenansicht

Montag bis Donnerstag 11 bis 19 Uhr
Sonntag 14 bis 18 Uhr
An gesetzlichen Feiertagen ist geschlossen.

S-Bahn S 75 Richtung Wartenberg bis Hohenschönhausen; Tram M4, M5 | Richtung Zingster Str. bis Ahrenshooper Str.; Tram M4, M17| Richtung Falkenberg bis Prerower Platz; Bezirksamt Lichtenberg von Berlin; Abt. Bildung, Kultur, Soziales und Sport; Amt für Weiterbildung und Kultur; Fachbereich Kunst und Kultur; unterstützt wird die Einrichtung von der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH

Thema: Bilder, Bücher, Kaliningrad ohne Heimweh, Kunst, Veranstaltungen | Kommentare (0) | Autor:

Helmut J. Psotta (1937-2012)

Samstag, 2. Februar 2013 20:50

Nicht das Vergnügen, nicht der Ruhm, nicht die Macht: die Freiheit, einzig die Freiheit.

Fernando Pessoa

Helmut J. Psotta (1937-2012)

Am 29. Dezember 2012 ist der Künstler Helmut J. Psotta im Alter von 75 Jahren verstorben.

Seine Ausstellung Radikale Poesie – Frühe Arbeiten 1954 – 1962 (hier einige Fotos), die noch bis zum 17. Februar 2013 im Berliner studio im hochhaus (Website derzeit nicht aktuell) läuft, war eigentlich als “Geschenk” zu seinem Geburtstag gedacht. Nun ist sie sein Requiem.

In junge Welt ist ein Bericht zu Ausstellung und Leben von H.J. Psotta erschienen, wenig später auch ein kurzer Nachruf.

Zu Ehren von Helmut J. Psotta findet am Freitag, den 8. Februar 2013, 19 Uhr, im studio im hochhaus eine Gedenkveranstaltung für ihn statt. Es werden Texte und Briefe von ihm gelesen sowie ein Ausschnitt aus einer Performance gezeigt, die er im Rahmen seiner radikalsten Arbeit, dem Todesbilder-Projekt, am 25. Mai 1990 in der Studiobühne des Maxim-Gorki-Theaters realisierte.

Außerdem wird der nun endlich erschienene Katalog zur Ausstellung vorgestellt. Hier bekommt man einen guten Eindruck davon (leider ist die Darstellung nicht ganz fehlerfrei, häufig ziehen sich Streifen über die Bilder – ich werde versuchen, das zu verbessern):

Der Tod von Helmut J. Psotta ist ein schwer zu beschreibender Verlust. Es bleibt eine Leere, die nie wieder gefüllt werden kann.

Thema: Bilder, Bücher, Kunst, Radikale Poesie, Veranstaltungen | Kommentare (0) | Autor:

Blick in die Ausstellung: H.J. Psotta – Radikale Poesie – studio im hochhaus – Berlin

Dienstag, 13. November 2012 1:04

Noch bis zum 17. Februar 2013 kann man im studio im hochhaus die Ausstellung “H.J. Psotta – Radikale Poesie – Frühe Arbeiten 1954-1962” besuchen. Für Unentschlossene und solche, die nicht nach Berlin kommen können, hier ein kleiner Einblick (einfach auf das Bild unten klicken):

H.J. Psotta - Radikale Poesie - studio im hochhaus

Zum 75sten Geburtstag von H.J. Psotta brachte die WAZ-Bottrop einen Artikel zu seinen frühen Jahren, der leider im zweiten Satz eine redaktionelle Verschlimmbesserung enthält. Deutlich schöner ist er übrigens auf Papier (pdf).

Und: der Katalog läßt noch ein wenig auf sich warten, ist aber auf einem guten Weg.

PS: Dank an Uwe Seibt für die Fotos!

Thema: Bilder, Kunst, Radikale Poesie, Veranstaltungen | Kommentare (3) | Autor:

2. November: Einladung zur Ausstellung

Freitag, 28. September 2012 17:24


HELMUT J. PSOTTA
RADIKALE POESIE
Frühe Arbeiten
1954-1962

[Einladungskarte als pdf]

Eine Ausstellung der Extraklasse: den 75sten Geburtstag von Helmut J. Psotta feiert das studio im hochhaus mit einer nie zuvor gezeigten Schau seines Frühwerks.

H.J. Psotta wuchs im Ruhrgebiet der Nachkriegszeit heran und zeigte bereits sehr früh ganz außerordentliche Talente: er musizierte, dichtete und malte schon in jungen Jahren, erlernte den Beruf des Glasmalers, studierte Malerei an der Folkwangschule Essen, wechselte bald zur Werkkunstschule Düsseldorf und gewann im Jahr 1961, im Alter von nur 23 Jahren, mit seinen Glasfensterentwürfen einen renommierten internationalen Wettbewerb, der ihm kurze Zeit später die Leitung des Lehrstuhls für Gestaltung an der Universität in Santiago de Chile einbringen sollte und ihm eine Entwicklung seiner künstlerischen Ausdrucksfähigkeiten ermöglichte, die ihresgleichen sucht.

In enger Zusammenarbeit mit dem Künstler stellt der Kurator Arndt Beck eine Auswahl von Arbeiten der frühen Jahre zusammen: im Zentrum steht dabei als »Schlüsselwerk« Psottas sechsteiliger Glasfensterentwurf aus dem Jahr 1961. Neben vielen weiteren Arbeiten zeigt die Ausstellung die beeindruckend reifen und poetischen Jugendwerke Apokalypse, Seidenbilder und Die verletzten Glaskönige. Es ist eine radikale Poesie, die sich nur jenseits des Kunstmarkts entwickeln konnte und bereits den später auch politischen Radikalismus des Künstlers H.J. Psotta (etwa in dem Projekt Todesbilder) erahnen läßt …

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (dazu in Kürze mehr).

Vernissage: Freitag, den 2. November 2012, 19 Uhr

Es spricht: Arndt Beck, Kurator der Ausstellung

Musik: Oleksandr Babenko, Violine u.a.

Ausstellungsdauer: 4. November 2012 bis 3. Februar 2013

studio im hochhaus – kunst- und literaturwerkstatt
Zingster Str. 25
13051 Berlin
Telefon/Fax: 030 929 38 21

Kartenansicht

Öffnungszeiten der Ausstellungen: Mo – Do 11 bis 19, Fr 11 bis 16 und So 14 bis 18 Uhr
Schließzeit: 17. Dezember 2012 bis 4. Januar 2013 und an den gesetzlichen Feiertagen
S-Bahn (S 75) bis Wartenberg oder Hohenschönhausen Tram M4, M5 / Ahrenshooper Str. M4, M17 / Prerower Platz

Thema: Bilder, Kunst, Radikale Poesie, Veranstaltungen | Kommentare (0) | Autor:

31. Januar: Einladung zur Fotoausstellung

Mittwoch, 25. Januar 2012 3:00

Flyer-Titel

Dreisprachiger Flyer (deutsch-polnisch-russisch) als pdf; Plakat als pdf

 

Eröffnung: Dienstag, den 31. Januar 2012, 18 Uhr

Rathaus Frankfurt (Oder)
2. Etage
Marktplatz 1
15230 Frankfurt (Oder)

Bis zum 29. Februar 2012 zu den Öffnungszeiten des Rathauses (Mo.-Fr. 8-20 Uhr)

Website Trialog

Thema: Bilder, Kunst, Veranstaltungen | Kommentare (0) | Autor:

Werden, vergehen, hingehen

Donnerstag, 13. Oktober 2011 20:53

Zur Kenntnis: die Berliner Zeitung macht heute redaktionelle Reklame für die Ausstellung Vom Werden und Vergehen – Suche nach der Identität (nicht online aber hier als pdf). Meinen Beitrag kann man auch hier sehen, den von Helmut J. Psotta hier. Aber besser ist: hingehen.

Thema: Bilder, Kaliningrad ohne Heimweh, Kunst, Veranstaltungen | Kommentare (0) | Autor:

28. September: Einladung zur Fotoausstellung

Sonntag, 25. September 2011 15:43

Flyer-Titel

Dreisprachiger Flyer (polnisch-deutsch-russisch) als pdf; Plakat als pdf

 

Diese Ausstellung wird nun auch vom 28. September bis zum 16. Oktober in der Toruńer Universitäts-Bibliothek (Gagarinstr. 13) zu sehen sein.

Eröffnung: Mittwoch, den 28. September, 18 Uhr

Biblioteka Uniwersytecka
ul. Gagarina 13
87-100 Toruń

Thema: Bilder, Kaliningrad ohne Heimweh, Kunst, Veranstaltungen | Kommentare (0) | Autor: