Die Märzrevolution von 1920 – und ihre historische Verarbeitung

Sonntag, 20. Februar 2011 2:54

[Wie angekündigt folgt nun Material zur Märzrevolution 1920. Zunächst ein Text, den der Historiker der Märzrevolution, Erhard Lucas(-Busemann) in Schwarzer Faden (Grafenau, 2/1990, Nr. 35, S. 48-55), veröffentlichte. Als Einstieg ins Thema kenne ich keinen besseren. Mit freundlicher Genehmigung der Trotzdem-Verlagsgenossenschaft.]

 

Die Märzrevolution von 1920 – und ihre historische Verarbeitung

von Erhard Lucas-Busemann

Mein Thema legt an sich nahe, daß ich zuerst eine Darstellung der Märzrevolution, wie sie gewesen ist, und dann ihre historische Verarbeitung nachzeichne. Jedoch nicht nur weil das etwas platt wäre, möchte ich anders vorgehen. Es ist nämlich so, daß man die Märzrevolution und ihre Verarbeitung zeitlich gar nicht strikt voneinander trennen kann, vielmehr ist der Ablauf der Bewegung durch und durch bestimmt von subjektiven Verarbeitungsmustern, und diese sind es, die die spätere Erinnerung an die Bewegung vorstrukturieren. Ich baue meinen Beitrag deshalb so auf, daß ich das Ganze in 10 Teilkomplexe auflöse und in jedem dieser Teilkomplexe die Verschränkung von Geschehen und subjektiven Handlungs- und Wahrnehmungsmustern aufzuzeigen versuche.

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Thema: Märzrevolution 1920, Texte / Zitate | Kommentare (2)

Märzrevolution 1920

Donnerstag, 10. Februar 2011 14:25

In nächster Zeit werde ich hier unregelmäßig zum “größten bewaffneten Arbeiteraufstand in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung”1 (Erhard Lucas), der Märzrevolution 1920 im Ruhrgebiet, bloggen. Alle Beiträge werden dann unter diesem Namen in einer neuen Kategorie abgelegt. Passend zum Medium wohl Fragmente: Fundstücke aus Archiven, schwer zugängliche Texte, Literaturempfehlungen – doch zur Einstimmung jetzt erstmal Musik:

Auf der CD: Die Grenzgänger & Frank Baier, Lieder der Märzrevolution 1920, Bremen 2005

  1. Lucas im Vorwort zu: Ludger Fittkau, Angelica Schlüter (Hg.), Ruhrkampf 1920 – die vergessene Revolution: ein politischer Reiseführer, Essen 1990, S. 10
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Thema: Märzrevolution 1920, Musik, Videos | Kommentare (1)

9. Januar: Finissage und Filmvorführung

Sonntag, 2. Januar 2011 17:45

Wer die ganze Zeit dachte, die Ausstellung Kaliningrad ohne Heimweh läuft ja ewig, die kann ich mir auch noch nächste Woche anschauen, dem sei gesagt: es sind nur noch sieben Tage. Am Sonntag, den 9. Januar wird als Finissage der Ausstellung der Film Jasnaja Poljana, die Russen und Tolstoi von Christiane Bauermeister und Andreas Christoph Schmidt gezeigt. Anschließend ist Andreas Christoph Schmidt im Gespräch mit dem Slawisten Eberhard Dieckmann zu erleben.

Ich würde mich freuen, wenn diese letzte Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung genutzt würde und bin selbst natürlich auch da.

 

Sonntag, 9. Januar 2011, 16 Uhr

studio im hochhaus – kunst- und literaturwerkstatt
Zingster Str. 25
13051 Berlin
Telefon/Fax: 030 929 38 21

Eintritt: 4,- / ermäßigt 2,- €

Kartenansicht

Öffnungszeiten der Ausstellungen: Mo – Do 11 bis 19, Fr 11 bis 16 und So 14 bis 18 Uhr
S-Bahn (S 75) bis Wartenberg oder Hohenschönhausen Tram M4, M5 / Ahrenshooper Str. M4, M17 / Prerower Platz

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Thema: Kaliningrad ohne Heimweh, Veranstaltungen | Kommentare (0)

Litauen, zum Beispiel

Mittwoch, 22. Dezember 2010 20:38

Brantsovskaya hatte sich Anfang 1942 im Wilner Ghetto der »Vereinigten Partisanen-Organisation« (Fareynigte Partizaner Organizatsie, FPO) angeschlossen, die sämtliche politischen Organisationen vereinte. Im Keller der Ghettobibliothek nahm die damals 19jährige an Schießübungen teil und baute aus alten Glühbirnen Molotow-Cocktails. Ob sie das heute noch könne? »Ich weiß nicht, das ist lange her«, lacht sie.

Das ist meine Lieblingsstelle in einem Essay, den Frank Brendle in junge Welt über die gegenwärtige litauische Geschichtspolitik geschrieben hat – anrührend und bestürzend zugleich – unbedingt lesen!

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Thema: Texte / Zitate | Kommentare (0)

5. Dezember: Führung Friedhof Columbiadamm

Dienstag, 30. November 2010 2:03

Am Sonntag, den 5. Dezember, 11 Uhr, findet wieder eine Führung über den Friedhof Columbiadamm (Berlin) mit mir statt (jetzt wirklich letzter Termin in diesem Jahr). Die Führung findet im Rahmen der Ausstellung das Leben lassen statt, die noch bis zum 26. Dezember in der Neuköllner Galerie im Körnerpark zu sehen sein wird. Leider weiß ich nicht, wie und ob es im nächsten Jahr mit den Führungen weitergeht. Jeder, der schon immer mal kommen wollte, sollte diese vorerst letzte Gelegenheit nutzen, denn das Beste ist: ausnahmsweise ist die Führung kostenlos.

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Thema: Veranstaltungen | Kommentare (0)

27./28. November: Offene Ateliers

Freitag, 26. November 2010 1:09

Im Rahmen von p.art stehen am Wochenende etliche Ateliers in Berlin-Pankow offen, unter anderem auch die bbk Ateliers im Interkulturellen Haus Pankow (Schönfließer Str. 7, 10439 Berlin, HH, 1. Stock). Los geht es am Samstag und am Sonntag um 13 Uhr. Zudem gibt es am Sonntag um 16 Uhr eine Führung mit Katharina Köpping durchs Haus (Treffpunkt Eingang). Wer mich also unbedingt sehen oder kennenlernen möchte – hereinspaziert.

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Thema: Kunst, Veranstaltungen | Kommentare (0)

Auf der Suche nach Hammer und Sichel

Donnerstag, 18. November 2010 1:32

Zur Kenntnis: Uwe Rada schreibt in der heutigen taz über meine Ausstellung Kaliningrad ohne Heimweh, die noch bis zum 9. Januar 2011 in der Berliner Galerie studio im hochhaus zu sehen sein wird. Und auch die Einführung von Ulrike Schmiegelt kann man nachlesen. Aber das beste bleibt natürlich: ein eigenes Bild machen und hingehen. Zum Beispiel am heutigen Donnerstag, wenn Michael Wieck da sein wird.

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Thema: Bilder, Kaliningrad ohne Heimweh, Kunst, Veranstaltungen | Kommentare (0)

18. November: Michael Wieck im “studio im hochhaus”

Mittwoch, 17. November 2010 0:16

Im Rahmen der Ausstellung Kaliningrad ohne Heimweh kommt Michael Wieck am Donnerstag, den 18. November, 19.30 Uhr zu Lesung und Gespräch ins studio im hochhaus.

Der Musiker (Violinist) und Autor Michael Wieck wurde 1928 in Königsberg geboren. Seine Eltern spielten im seinerzeit berühmten Königsberger Streichquartett, das 1934 Auftrittsverbot erhielt. Im Klappentext seines Erinnerungsbuchs Zeugnis vom Untergang Königsbergs – Ein “Geltungsjude” berichtet heißt es:

Als Sohn eines nichtjüdischen Vaters und einer jüdischen Mutter erlebte er während des Nationalsozialismus Ausgrenzung, den Verlust jeglicher Sicherheit und die Deportation von Freunden und Verwandten. Mit der Einnahme Königsbergs folgte für Michael Wieck die Inhaftierung im sowjetischen Internierungslager Rothenstein. Während der NS-Herrschaft gab der nichtjüdische Vater Schutz, nach Kriegsende retteten allein Mut und Einfallsreichtum des Sohnes die Eltern. Kraft und Trost fand Michael Wieck in seiner Musik, die ihm früh zur Berufung geworden war. Wiecks sensibel und mitreißend verfaßte Erinnerungen sind ein faszinierendes Dokument der Zeitgeschichte und der Geschichte Königsbergs.

Michael Wieck stellt bei der Lesung sein neues Buch “Ewiger Krieg oder ewiger Friede?” vor, ebenso gibt es sicher aber auch reichlich Raum für Fragen und Gespräch.

Donnerstag, 18. November 2010, 19.30 Uhr

studio im hochhaus – kunst- und literaturwerkstatt
Zingster Str. 25
13051 Berlin
Telefon/Fax: 030 929 38 21

Eintritt: 4,-/2,- €

Kartenansicht

S-Bahn (S 75) bis Wartenberg oder Hohenschönhausen Tram M4, M5 / Ahrenshooper Str. M4, M17 / Prerower Platz

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Thema: Allgemein, Kaliningrad ohne Heimweh, Veranstaltungen | Kommentare (0)