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Berlin – Prenzlauer Berg, Arnswalder Platz

Mittwoch, 1. April 2009 18:08

Wo man schaut: Kinder, Kinder, Kinder und, schlimmer noch – Eltern. An Kierkegaard gedacht und gleich ihm Gott gedankt, daß kein menschliches Wesen mir sein Dasein verdankt1. Und endlich Schernikau wirklich verstanden: “Andy Warhol war schwul, und überhaupt leuchtet uns allen ja sofort ein, daß die Homosexualität es ist, die den Fortbestand der Welt garantiert.”2

  1. nach: Die Fackel, Nr. 706-711, Dezember 1925, S. 26, hier online
  2. so Schernikau in seinem bemerkenswerten Warhol-Essay

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Militante Medienschelte oder Kierkegaard läuft Amok

Sonntag, 15. März 2009 23:52

Gott im Himmel weiß: Blutdurst ist meiner Seele fremd, und eine Vorstellung von einer Verantwortung vor Gott glaube ich auch in furchtbarem Grade zu haben: aber dennoch, dennoch wollte ich im Namen Gottes die Verantwortung auf mich nehmen, Feuer zu kommandieren, wenn ich mich nur zuvor mit der ängstlichsten, gewissenhaftesten Sorgfalt vergewissert hätte, daß sich vor den Gewehrläufen kein einziger anderer Mensch, ja auch kein einziges anderes lebendes Wesen befände als — Journalisten.

Sören Kierkegaard, 1846

nach: Die Fackel (Karl Kraus), Nr. 418—422, 8. April 1916, S. 1

hier online

Nachtrag, 20. März 2009:

Passend dazu: Das Medienmagazin Zapp zum Verhalten von Journalisten bei der Berichterstattung zum Amoklauf in Winnenden.

via Stefan Niggemeier

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