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Die Märzrevolution von 1920 – und ihre historische Verarbeitung

Sonntag, 20. Februar 2011 2:54

[Wie angekündigt folgt nun Material zur Märzrevolution 1920. Zunächst ein Text, den der Historiker der Märzrevolution, Erhard Lucas(-Busemann) in Schwarzer Faden (Grafenau, 2/1990, Nr. 35, S. 48-55), veröffentlichte. Als Einstieg ins Thema kenne ich keinen besseren. Mit freundlicher Genehmigung der Trotzdem-Verlagsgenossenschaft.]

 

Die Märzrevolution von 1920 – und ihre historische Verarbeitung

von Erhard Lucas-Busemann

Mein Thema legt an sich nahe, daß ich zuerst eine Darstellung der Märzrevolution, wie sie gewesen ist, und dann ihre historische Verarbeitung nachzeichne. Jedoch nicht nur weil das etwas platt wäre, möchte ich anders vorgehen. Es ist nämlich so, daß man die Märzrevolution und ihre Verarbeitung zeitlich gar nicht strikt voneinander trennen kann, vielmehr ist der Ablauf der Bewegung durch und durch bestimmt von subjektiven Verarbeitungsmustern, und diese sind es, die die spätere Erinnerung an die Bewegung vorstrukturieren. Ich baue meinen Beitrag deshalb so auf, daß ich das Ganze in 10 Teilkomplexe auflöse und in jedem dieser Teilkomplexe die Verschränkung von Geschehen und subjektiven Handlungs- und Wahrnehmungsmustern aufzuzeigen versuche.

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Thema: Märzrevolution 1920, Texte / Zitate | Kommentare (3) | Autor:

Venezolanische Charme-Offensive

Freitag, 27. Juni 2008 19:34

Der hochbegabte venezolanische Exportschlager Gustavo Dudamel und seine Sinfónica de la Juventud Venezolana Simón Bolívar machen nicht einfach nur Musik. Das ist hinterhältigste bolivarische Propaganda, gegen die nicht einmal unser konservatives Bürgertum gefeit ist. Guerillakampf war gestern. Die nächste Revolution beginnt in den Konzertsälen. Und hier ist sie auch notwendig, wußte doch schon Walter Hasenclever: Die Mörder sitzen in der Oper.

Dudamel präsentiert den 2. Satz der 10. Sinfonie, mit dem Dmitri Schostakowitsch versuchte, Stalin zu charakterisieren. Und Freunde hinkender Vergleiche brauchen nur noch eins und eins zusammenzuzählen.

Wer dennoch (oder gerade deshalb) von Schostakowitsch nicht lassen kann, dem sei das Buch Stalin und Schostakowitsch von Solomon Wolkow ans Herz gelegt. Alle anderen sollen sich an Christoph Twickels Chávez-Biografie abarbeiten.

Thema: Allgemein, Bücher, Musik, Videos | Kommentare (0) | Autor: