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9. Januar: Finissage und Filmvorführung

Sonntag, 2. Januar 2011 17:45

Wer die ganze Zeit dachte, die Ausstellung Kaliningrad ohne Heimweh läuft ja ewig, die kann ich mir auch noch nächste Woche anschauen, dem sei gesagt: es sind nur noch sieben Tage. Am Sonntag, den 9. Januar wird als Finissage der Ausstellung der Film Jasnaja Poljana, die Russen und Tolstoi von Christiane Bauermeister und Andreas Christoph Schmidt gezeigt. Anschließend ist Andreas Christoph Schmidt im Gespräch mit dem Slawisten Eberhard Dieckmann zu erleben.

Ich würde mich freuen, wenn diese letzte Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung genutzt würde und bin selbst natürlich auch da.

 

Sonntag, 9. Januar 2011, 16 Uhr

studio im hochhaus – kunst- und literaturwerkstatt
Zingster Str. 25
13051 Berlin
Telefon/Fax: 030 929 38 21

Eintritt: 4,- / ermäßigt 2,- €

Kartenansicht

Öffnungszeiten der Ausstellungen: Mo – Do 11 bis 19, Fr 11 bis 16 und So 14 bis 18 Uhr
S-Bahn (S 75) bis Wartenberg oder Hohenschönhausen Tram M4, M5 / Ahrenshooper Str. M4, M17 / Prerower Platz

Thema: Kaliningrad ohne Heimweh, Veranstaltungen | Kommentare (0) | Autor:

Drei Dinge

Freitag, 2. Oktober 2009 23:26

Harald Schmidt war zwei Sendungen wirklich gut – darum nutzte ich das weltweite Gewebe, mir auch die dritte auzuschauen. Folgender Hinweis machte mich gleich zu Anfang stutzig: “Aus rechtlichen Gründen musste ein Beitrag mit ‘ver.di’-Chef Frank Bsirske entfernt werden”.

Harald Schmidt

Screenshot von DasErste.de, 2. Oktober 2009

Natürlich fand ich den Beitrag gleich bei YouTube (und dort auch das wunderbare Interview Jan Böhmermanns mit Sahra Wagenknecht):

Die rechtlichen Gründe begreife ich nicht. Und noch weniger begreife ich, daß ausgerechnet die überflüssigste Zeitung der Welt, die Berliner Morgenpost, einen sehr treffenden Artikel über eine höchst durchschnittliche Sendung schreibt.

Thema: Allgemein, Videos | Kommentare (0) | Autor:

Der Doktor und das liebe Stimmvieh

Dienstag, 11. August 2009 15:42

Dr. Christian Burholt hat die undankbare Aufgabe, bei der anstehenden Bundestagswahl im Wahlkreis 76 für die CDU zu verlieren. Sein Landeslistenplatz ist ebenso aussichtslos. Titten und Ärsche sind seine Sache nicht. Burholt setzt auf brutalstmögliche Offenheit: Ihre Stimme für unsere Zukunft.

CDU-Wahlplakat

Wen Burholt mit “uns” meint? Sich selbst und seine “drei Frauen“, die deutsche Volksgemeinschaft, “die Mitte” oder die CDU? Bei Aussicht auf über 10.000,- € Abgeordnetenentschädigung (die nennt sich wirklich so), könnte er wirklich präziser formulieren: Ihre Stimme für meine Zukunft oder, noch volksnäher: Deine Stimme für meine Zukunft. Wie gesagt, die Aussicht ist gering. Im Kapitalismus kann die Frage des Stimmviehs an den Doktor nur lauten: Wieviel sind Sie denn bereit für eine Stimme zu zahlen?

Nachtrag, 25.09.09:

Burholt präzisiert:

CDU-Wahlplakat

Herrlich auch Burholts Auftritt gestern bei Harald Schmidt, der vermutlich in Kürze die Runde durchs weltweite Gewebe macht. Bleibt nur zu hoffen, daß diese mediale Aufmerksamkeit ihm am Ende nicht noch nützt. Meine Stimme jedenfalls bekommt er nicht. Denn ich wähle entweder SDP (vielleicht heirate ich Klaus Große auch)

SDP-Wahlplakat

oder CDP:

CDP-Wahlplakat

Thema: Allgemein, Bilder | Kommentare (1) | Autor:

Jetzt im Handel: Die beerdigte Nation

Sonntag, 25. Januar 2009 20:38

Es gibt noch weit beunruhigendere Betrachtungen hier! Setzen wir, daß man vom 5000. Tage an leidlich mit Verstand zu lesen fähig sei; dann hätte man, bei einem green old age von 20 000, demnach rund 15 000 Lesetage zur Verfügung. Nun kommt es natürlich ebenso auf das betreffende Buch wie auch auf die literarische Aufnahmefähigkeit an. [...] Sagen wir, durchschnittlich alle fünf Tage ein neues Buch — dann ergibt sich der erschreckende Umstand, daß man im Laufe des Lebens nur 3000 Bücher zu lesen vermag! Und selbst, wenn man nur drei Tage für eines benötigte, wären’s immer erst arme 5000. Da sollte es doch wahrlich, bei Erwägung der Tatsache, daß es bereits zwischen 10 und 20 Millionen verschiedener Bücher auf unserem Erdrund gibt, sorgfältig auswählen heißen. Ich möchte es noch heilsamschroffer formulieren: Sie haben einfach keine Zeit, Kitsch oder auch nur Durchschnittliches zu lesen: Sie schaffen in Ihrem Leben nicht einmal sämtliche Bände der Hochliteratur!

Arno Schmidt, Julianische Tage (1961)

Die beerdigte Nation

Ab sofort im Handel:

Arndt Beck / Markus Euskirchen
Die beerdigte Nation – ‘Gefallenen’-Gedenken von 1813 bis heute
2009 by Karin Kramer Verlag Berlin
166 Seiten, zahlreiche farbige und schwarz/weiße Abbildungen, Englisch Broschur
ISBN 978-3-87956-334-0
24,80 €.

Website zum Buch

Aber Vorsicht: Behaupten Sie nicht, Schmidt hätte Sie nicht zur sorgsamen Auswahl gemahnt!

Thema: Bücher, Die beerdigte Nation | Kommentare (0) | Autor: