18. November: Michael Wieck im „studio im hochhaus“

Im Rahmen der Ausstellung Kaliningrad ohne Heimweh kommt Michael Wieck am Donnerstag, den 18. November, 19.30 Uhr zu Lesung und Gespräch ins studio im hochhaus.

Der Musiker (Violinist) und Autor Michael Wieck wurde 1928 in Königsberg geboren. Seine Eltern spielten im seinerzeit berühmten Königsberger Streichquartett, das 1934 Auftrittsverbot erhielt. Im Klappentext seines Erinnerungsbuchs Zeugnis vom Untergang Königsbergs – Ein „Geltungsjude“ berichtet heißt es:

Als Sohn eines nichtjüdischen Vaters und einer jüdischen Mutter erlebte er während des Nationalsozialismus Ausgrenzung, den Verlust jeglicher Sicherheit und die Deportation von Freunden und Verwandten. Mit der Einnahme Königsbergs folgte für Michael Wieck die Inhaftierung im sowjetischen Internierungslager Rothenstein. Während der NS-Herrschaft gab der nichtjüdische Vater Schutz, nach Kriegsende retteten allein Mut und Einfallsreichtum des Sohnes die Eltern. Kraft und Trost fand Michael Wieck in seiner Musik, die ihm früh zur Berufung geworden war. Wiecks sensibel und mitreißend verfaßte Erinnerungen sind ein faszinierendes Dokument der Zeitgeschichte und der Geschichte Königsbergs.

Michael Wieck stellt bei der Lesung sein neues Buch „Ewiger Krieg oder ewiger Friede?“ vor, ebenso gibt es sicher aber auch reichlich Raum für Fragen und Gespräch.

Donnerstag, 18. November 2010, 19.30 Uhr

studio im hochhaus – kunst- und literaturwerkstatt
Zingster Str. 25
13051 Berlin
Telefon/Fax: 030 929 38 21

Eintritt: 4,-/2,- €

Kartenansicht

S-Bahn (S 75) bis Wartenberg oder Hohenschönhausen Tram M4, M5 / Ahrenshooper Str. M4, M17 / Prerower Platz

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