5. November: Einladung zur Ausstellung Kaliningrad ohne Heimweh

Einladung zur Ausstellung (pdf)

Im Rahmen des 4. Europäischen Monats der Fotografie Berlin

(English version click here)

Arndt Beck

Kaliningrad ohne Heimweh – ein Foto-Essay

Eröffnung: 5. November 2010, 19.30 Uhr

studio im hochhaus – kunst- und literaturwerkstatt, Berlin (Kartenansicht; Adresse und Öffnungszeiten siehe unten)

Begrüßung und Eröffnung: Christina Emmrich, Bezirksbürgermeisterin
Es sprechen: Brigitte Graf, Kuratorin des Projektes
Ulrike Schmiegelt, Kunsthistorikerin
Musik: Olexandr Babenko, Violine; Olga Babenko, Violine; Michail Ganevskiy, Cello

Ausstellungsdauer: 7. November 2010 bis 9. Januar 2011

 

Zur Ausstellung:

Der Titel Kaliningrad ohne Heimweh impliziert bereits das Hauptaugenmerk des Fotografen: Die russische Stadt Kaliningrad steht im Zentrum seiner Aufmerksamkeit. Und „ohne Heimweh“ gilt vor allem als Absage an die deutschen „Heimwehtouristen“, die in Kaliningrad stets nur die untergegangene deutsche Stadt Königsberg suchen. Jenseits von revisionistischen Gebietsansprüchen und sentimentalen Erinnerungen tut sich für Arndt Beck ein anderes Blickfeld auf, welches der Historiker Karl Schlögel exakt vermessen hat: „Königsberg/Kaliningrad liegt im Planquadrat des totalen Krieges. Es ist das Ende und die Wiederbegründung menschlicher Wohnstätte auf verbrannter Stelle. Die monotone Stadt ist die Stadt nach dem Grauen.“1

Videoarbeit mit Bildern von Kaliningrader Friedhöfen (auch in der Ausstellung zu sehen)

Arndt Beck findet seine Motive an gewöhnlichen und ungewöhnlichen, meist öffentlichen Orten und im Spannungsfeld von Geschichte und Gegenwart. Die Motive werden nicht manipuliert oder inszeniert, sondern – im Objektiv der Kamera – höchst subjektiv dokumentiert. In umfangreichen essayistischen Serien geht diese sich in der Tradition der street photography begreifende Anschauung jedoch über den rein dokumentarischen Charakter hinaus. Arndt Beck begreift jedes einzelne Bild ähnlich einem Wort, welches erst im Satzzusammenhang seinen tatsächlichen Sinn erhält. Die primär inhaltliche Ausrichtung seiner Arbeit folgt der Maxime Walter Benjamins, nicht die Politik zu ästhetisieren, sondern die Ästhetik zu politisieren.

Der nun erstmals ausgestellte Foto-Essay entstand während eines sechswöchigen Arbeitsaufenthalts in Kaliningrad im Frühjahr 2010.

 

studio im hochhaus – kunst- und literaturwerkstatt
Zingster Str. 25
13051 Berlin
Telefon/Fax: 030 929 38 21

Kartenansicht

Öffnungszeiten der Ausstellungen: Mo – Do 11 bis 19, Fr 11 bis 16 und So 14 bis 18 Uhr
S-Bahn (S 75) bis Wartenberg oder Hohenschönhausen Tram M4, M5 / Ahrenshooper Str. M4, M17 / Prerower Platz

  1. Karl Schlögel, Königsberg – Hannah Arendts Stadt, in: derselbe, Go east oder Die zweite Entdeckung des Ostens, Berlin 1995, S. 78

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