31. Januar: Einladung zur Fotoausstellung

Mittwoch, 25. Januar 2012 3:00

Flyer-Titel

Dreisprachiger Flyer (deutsch-polnisch-russisch) als pdf; Plakat als pdf

 

Eröffnung: Dienstag, den 31. Januar 2012, 18 Uhr

Rathaus Frankfurt (Oder)
2. Etage
Marktplatz 1
15230 Frankfurt (Oder)

Bis zum 29. Februar 2012 zu den Öffnungszeiten des Rathauses (Mo.-Fr. 8-20 Uhr)

Website Trialog

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Gute Vorsätze fürs neue Jahr: Politik hacken

Freitag, 30. Dezember 2011 12:35

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Das beschädigte Amt

Sonntag, 18. Dezember 2011 4:01

Alles und jeden kann man in der politischen Welt medial hin und her durch den schimmeligen Kakao ziehen, nur das Amt des Bundespräsidenten ist sakrosankt. Als Onkel Hotte damals aus dem Weißbuch der Bundeswehr zitierte, verlangte niemand ernsthaft seinen Rücktritt, nur er selbst. Dennoch faselten er und nicht wenige andere von der Beschädigung des Amtes. Und auch jetzt, wo wieder einmal ein allzu gewöhnlicher Politiker peu à peu nur das zugibt, was ihm zweifelsfrei nachgewiesen ist, macht sie im Medienwald wieder mahnend die Runde: die Rede vom beschädigten Amt. Aber apropos sakrosankt: wäre es nicht besser, ein angehender Bundespräsidentendarsteller würde sich, wenn er in sein Amt gewählt wird, einen neuen Namen geben und nur noch in purpurner Robe gewandet selig lächelnd und debil grüßend durch die Welt chauffieren lassen? Der Würde seines Amtes käme das entschieden entgegen.

Nachtrag, 19.12.11:

Eine andere Idee, fast schon konstruktiv:

Wir brauchen keinen Bundespräsidenten mehr. Gerade jetzt stünde es diesem wankenden Parlamentarismus gut, den oder die Präsidentin des Bundestages zum Staatsoberhaupt zu machen. Spart Geld und drückt aus, wo der Hammer hängen sollte.

Friedrich Küppersbusch in der taz

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Thema: Allgemein | Kommentare (0)

…mausetot.

Mittwoch, 23. November 2011 1:56

Es ist ein Jammer: auch große alte Männer sterben. Gerade noch Walter Ruge und jetzt Georg Kreisler. Wer soll nun (außer Pigor) noch solche Lieder singen?

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

auf der CD:
Georg Kreisler, Barbara Peters, Fürchten wir das Beste, 1997 kip records Dinslaken

Nachtrag:

Ein großartiges Interview mit Georg Kreisler: “Kunst kommt von Revolution” (konkret 7 und 8/02)

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Thema: Audios, Musik | Kommentare (0)

Werden, vergehen, hingehen

Donnerstag, 13. Oktober 2011 20:53

Zur Kenntnis: die Berliner Zeitung macht heute redaktionelle Reklame für die Ausstellung Vom Werden und Vergehen – Suche nach der Identität (nicht online aber hier als pdf). Meinen Beitrag kann man auch hier sehen, den von Helmut J. Psotta hier. Aber besser ist: hingehen.

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Thema: Bilder, Kaliningrad ohne Heimweh, Kunst, Veranstaltungen | Kommentare (0)

Ekskursionistika – Fictional Borders – 1: Toruń

Donnerstag, 13. Oktober 2011 15:00

Ekskursionistika Toruń
*

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Kaliningrad ohne Heimweh – Neue Bilder

Mittwoch, 5. Oktober 2011 17:45

Noch bis zum 11. November sind in der Ausstellung Vom Werden und Vergehen – Suche nach der Identität in Berlin einige neue Kaliningradbilder von mir zu sehen. Anbei sei mein Beitrag (neben einer kurzen Erläuterung) auch hier dokumentiert:

Arndt Beck, Kaliningrad, 2011, click here

Nach meinem sechswöchigen Aufenthalt im vergangenen Jahr und der anschließenden Ausstellung im studio im hochhaus hatte ich im April diesen Jahres erneut die Gelegenheit nach Kaliningrad zu reisen. Im Rahmen des Projekts Trialog der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder konnte ich an einer einwöchigen Sommerschule in Zelenogradsk (Kaliningrader Gebiet) teilnehmen.
Im Anschluß an diesen Aufenthalt stellte ich mit dem Material von 16 weiteren Teilnehmern aus Rußland, Polen und Deutschland eine Ausstellung zusammen. Das Ergebnis war bis zum 23. September in der Bibliothek-Galerie der Viadrina in Frankfurt und ist nun bis zum 16. Oktober in der Universitätsbibliothek in Toruń zu sehen.

Hier nun eine schmale Auswahl der neu entstandenen Bilder. Kaliningrad ist karg, arm. In der von einer europäischen Außengrenze umzäunten russischen Exklave sind die verheerenden Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs noch immer deutlich sichtbar. Noch mehr als anderswo hat der deutsche Rassewahn in Osteuropa gewütet. Königsberg/Kaliningrad lag im »Planquadrat des totalen Krieges«1 (Karl Schlögel). Und Königsberg is dead. Im so betitelten Film von Max & Gilbert aus dem Jahr 2004 ist es der 1928 in Königsberg geborene Musiker Michael Wieck, der dies feststellt. Als Resultat des Zweiten Weltkriegs wurde auf den Trümmern der deutschen Stadt Königsberg das russische Kaliningrad errichtet. Als Provisorium. Die noch nicht geflüchtete deutsche Bevölkerung wurde umgesiedelt, Ostpreußen, Verkörperung des deutschen Faschismus, wurde sowjetisch. Wie sollte jemand, der von oder über Kaliningrad spricht, es vermeiden können, über Identität bzw. die Suche danach, zu sprechen?

Arndt Beck, Nicht anlehnen, 2010

Ein einziges Bild war auch schon in der Ausstellung im vergangenen November zu sehen. Ulrike Schmiegelt hatte es damals so beschrieben:

Auf dem Fenster, durch das der Fotograf in die Landschaft blickte, stand die Weisung ›Ne prislonjatsja‹ – ›Nicht anlehnen‹. Auf dem Foto zieht sich die Schrift wie eine Vision quer über den Himmel. Damit scheint das Bild die Replik auf eine Arbeit des großen Moskauer Konzeptkünstlers Erik Bulatov zu sein. [...] Bulatov, der die Kombination von Wort und Schrift zu seinem künstlerischen Prinzip entwickelte, um die Lügen der sowjetischen Propaganda zu entlarven, hat 1987 ein Bild gemalt, bei dem vor einer ›blühenden Landschaft‹ – einer grünen Wiese und einem herbstlich goldenen Birkenwald unter blauem Himmel eben dieser Schriftzug prangt. In Rußland ist diese Mahnung bis heute an jeder Zugtür zu lesen. Er war dem sowjetischen Betrachter also so vertraut wie jeder andere Alltagsgegenstand. Vor der Landschaft Bulatovs wird das Gebot ›Ne prislonjatsja‹ verräterisch, dem Betrachter wird bewußt, daß das Verbot des Sich-Anlehnens auch als Warnung zu verstehen ist: Man soll sich nicht auf die Festigkeit der Tür respektive des Fensters verlassen. Und auf unser Bild übertragen bedeutet dies: der Betrachter soll sich nicht auf die Wahrhaftigkeit des Abgebildeten verlassen, er soll buchstäblich seinen Augen nicht trauen.

Erik Bulatov, Nicht anlehnen, 1987

Das Foto [...] erlaubt, die Assoziationskette noch weiter zu führen. Angesichts der Trostlosigkeit vor dem Zugfenster wäre mancher ja vielleicht ganz froh, daß er seinen Augen nicht zu trauen braucht, daß er aufgefordert wird, das Gesehene kritisch zu befragen. Doch die einzelnen Buchstaben des Schriftzugs sind so sehr beschädigt, dass nur der kundige Betrachter die beiden Worte erkennen kann. Der in Auflösung befindliche Schriftzug verstärkt zunächst die Melancholie der Landschaft. Im Sinne Bulatovs weitergedacht bedeutet aber die Auflösung der Worte auch, dass jetzt selbst die Aufforderung zu einer kritischen Sicht in Frage gestellt wird – nicht einmal die altvertrauten Anweisungen und Warnungen scheinen in der neuen Realität mehr von Dauer zu sein, nicht nur die Propaganda, sondern alles Sehen wird damit für unzuverlässig erklärt. Damit ist [...] ein eindrucksvolles Bild gelungen, eine Metapher der brüchigen Lebenswelt zumal der russischen Gesellschaft mit ihren krassen sozialen Gegensätzen und dem nahezu unerträglichen Zusammenprall einer vermeintlich glorreichen Vergangenheit mit einer häufig schäbigen Gegenwart. Eine Metapher vielleicht auch für die Erfahrungen der deutschen Touristen, die in Kaliningrad nach dem Königsberg ihrer Kindheit (oder nach der Heimat ihrer Eltern) suchen und es nur noch in letzten Spuren finden können, die kein verlässliches Bild mehr ergeben.

Nein, zum Anlehnen eignet sich das Kaliningrader Gebiet wirklich nicht. Doch es hat mir Bilder zu machen ermöglicht, die ich sonst wohl nirgends hätte machen können; die tiefen Narben – die im Westen längst von der plastischen Chirurgie unsichtbar gemacht wurden – bergen in ihrer oberflächlichen Häßlichkeit eine eigentümliche Schönheit. Sie sind die verzerrenden Spiegel, die – nach Carl Einsteins Bebuquin – »mehr zu Betrachtungen anregen als die Worte von fünfzehn Professoren«2.

Meine Beschäftigung mit Osteuropa hat gerade erst begonnen.

  1. Karl Schlögel, Königsberg – Hannah Arendts Stadt, in: derselbe, Go east oder Die zweite Entdeckung des Ostens, Berlin 1995, S. 78
  2. Carl Einstein, Bebuquin, Stuttgart 1985 (1906/12), S. 3
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28. September: Einladung zur Fotoausstellung

Sonntag, 25. September 2011 15:43

Flyer-Titel

Dreisprachiger Flyer (polnisch-deutsch-russisch) als pdf; Plakat als pdf

 

Diese Ausstellung wird nun auch vom 28. September bis zum 16. Oktober in der Toruńer Universitäts-Bibliothek (Gagarinstr. 13) zu sehen sein.

Eröffnung: Mittwoch, den 28. September, 18 Uhr

Biblioteka Uniwersytecka
ul. Gagarina 13
87-100 Toruń

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