09.–21.10.20: STADT | WAND | SCHLUSS

Einladung zur Ausstellung STADT | WAND | SCHLUSS von Holger Siefken und Arndt Beck
Arndt Beck | Holger Siefken: STADT | WAND | SCHLUSS || Überdosis Berlin | Fotografie

Holger Siefken | Arndt Beck
STADT | WAND | SCHLUSS
Überdosis Berlin | Fotografie

9. bis 21. Oktober 2020

verlängert bis zum 4. November

täglich 16 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung

Galerie ZeitZone
Adalbertstr. 79 | 10997 Berlin
galerie-zeitzone.de

Irrelevantes, Randständiges, Zusammengewürfeltes und Ephemeres stehen im Fokus der Fotografen Holger Siefken und Arndt Beck. Zwischen pandemischer Reklame, Streetart und was die Sonne sonst noch so bescheint, ertasten sie auf ihren Wegen und Abwegen die Epidermis der Stadt. In STADT | WAND | SCHLUSS verdichten sie Fixiertes zur gemeinsamen fotografischen Bestandsaufnahme. Ebenso schnöde wie schön, ebenso banal wie besonders. Eine geballte Überdosis Berlin.

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Vor-Vernissage am Freitag, den 9. Oktober, 20 Uhr:

»Ein Grenzfall zwischen Engel, Frau, Mann und Tier«: Jens Bjørneboe zum 100sten. Lesung von Arndt Beck

Jens Bjørneboe, Quelle: Alchetron

Ein Leben im Kampf gegen die »alles beherrschende Ungerechtigkeit«, gegen die »Kälte des Herzens« und gegen die »menschliche Bestialität« führte und litt Norwegens umstrittenster Schriftsteller: Jens Bjørneboe. Punktgenau zu seinem 100sten Geburtstag ehren wir einen großen Unangepassten, Anarchisten und heiligen Trinker. Skål!

Eintritt frei, Spenden und Anmeldung erwünscht

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Vernissage am Samstag und Sonntag, den 10/11. Oktober, jeweils ab 16 Uhr:

Zwischen Genussmitteln und Unterhaltungsmusik stets zum Verkaufsgespräch bereit: die Fotografen …

Holger Siefken | Arndt Beck: STADT | WAND | SCHLUSS || Überdosis Berlin | Fotografie

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Finissage am Samstag, den 17. Oktober, 20 Uhr:

Ansgar Wilken musiziert

Ansgar Wilken, Foto: privat

Der Hosentaschen-Avantgardist Ansgar Wilken spielt nicht nur Cello und Kleinstpercussion, sondern nutzt auch Kurzwaren und Küchenutensilien, um es Dir in seinem einzigartigen, verspielten Klangmikrokosmos heimelig zu machen.

Eintritt frei, Spenden und Anmeldung erwünscht

Gegen Ausbeutung hilfloser Kadaver oder Sargdeckel zu

Ich weise auf den schönen Brauch der kolumbischen Uaxakitaputitls hin: wer das Bildnis des Toten gefertigt, wurde in Gold gekleidet, sang vor dem Scheiterhaufen des Ausgeblichenen die Wacht am Rhein auf jiddisch und wurde mitsamt dem goldenen Kleide auf der Leiche seines Modells verbrannt.

zuerst in: Der Querschnitt, 3. Jg. 1923, S. 25f.; hier nach: Carl Einstein, Werke, Band 2, 1919-1928, Berlin 1981, S. 274

Und noch bis zum 9. Juli: die Ausstellung Neolithische Kindheit im Haus der Kulturen der Welt (Berlin).

8. Mai: Avrom Sutzkever in Berlin

Ein einziges Mal in seinem langen Leben betrat der jiddische Dichter Avrom Sutzkever (1913 – 2010) deutschen Boden. Der sowjetische Ankläger hatte ihn als Zeuge zum Nürnberger Kriegsverbrechertribunal geladen. Landsberg (Gorzów Wielkopolski), Berlin, Nürnberg und Fürth sind die Stationen seiner Reise im Februar/März 1946.

Arndt Beck hat Teile von Sutzkevers Tagebuchnotizen sowie einige Gedichte erstmals ins Deutsche übertragen und insbesondere seine Berliner Erfahrungen und Eindrücke zu einem Vortrag collagiert.

Und Hilde Haberland singt ein Lied.

8. Mai, 21:11 Uhr

Der Schnapphahn
in der Babinischen Republik
Dresdener Straße 14
10999 Berlin

Eintritt frei, Spenden erwünscht